WERFEL – WEGNER – KIESER – KHATSATURIAN – HUGHES – U.A.

Seine tragische Geschichte hat das armenische Volk sehr geprägt. Bis heute gehört zum eigenen Selbstverständnis vor allem die Erfahrung des Genozids Anfang des 20. Jahrhunderts. Schriftsteller wie Franz Werfel oder Armin T. Wegner, der als Sanitätssoldat Zeuge der Ereignisse war, haben sich schon früh mit dem Völkermord auseinandergesetzt (siehe Vortrag am 2.11. und Lesung am 18.11.).In seinem «Märchen vom letzten Gedanken» berichtet Edgar Hilsenrath auf ganz eigene Art von der Ausrottung des armenischen Volkes (siehe Lesung und Konzert am 12.11.). Die heutige Diskussion betrifft zunehmend das Verhältnis Armeniens zu Europa und zur Türkei. In einem zweitägigen Symposium, das allen Interessierten offen steht, sowie einer anschliessenden öffentlichen Diskussion werden sich Wissenschaftler und Autoren aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, der Türkei und den USA mit diesem brisanten Thema auseinandersetzen: «Zukunft braucht Geschichtsklärung – Armenier, Türken und Europa im Schatten des ersten Weltkrieges » (siehe Veranstaltungen am 12./13.11., weitere Informationenauch unter www.hist.net).

Den Weitblick und die Innovationskraft der armenischen Kunst heute zeigt eine
Ausstellung mit Video- und Fotoarbeiten von Künstlern aus Jerewan, die das Festival begleitet (Kuratorin Eva Khatsaturian, Vernissage am 8.11.).

Der amerikanische Journalist John Hughes, der seit fünf Jahren in Jerewan lebt, wird von der Faszination des Landes wie auch von den Schwierigkeiten in seiner Wahlheimat erzählen. Eindringliche Bilder des armenischen Fotografen Ruben Mangasaryan ergänzen seinen Vortrag (6.11.).

Zum Ausklang des Festivals möchten wir, wie jedes Jahr, in einem Podiumsgespräch
zum Thema «Armenien wohin?» einen Ausblick geben auf die politische und wirtschaftliche Zukunft des Landes (siehe Veranstaltung am 20.11.).