Tanz/Boxeo
SEMA – DERWISCHE AUS KONYA (Musik/Tanz)
DO 06.11. 20:00h & FR 07.11. 21:00h Offene Kirche Elisabethen, Basel
Das Staatsensemble für klassische türkische Musik (İstanbul Tarihi Türk Müziği Topluluğu) pflegt das Erbe der klassischen Sufi-Musik. Das Ensemble wurde 1991 mit der Unterstützung des Kulturministeriums der Türkei in Istanbul gegründet und steht unter der Leitung von Ömer Tuğrul İnançer. Während den Auftritten werden zu den Liedern des Dscherrahi-Ordens traditionelle Zeremonien der Drehenden Derwische des Mevlevi-Ordens aufgeführt.
Am Anfang eines «Tanzes» steht der Sheikh auf einem roten Fell, das den Mittelpunkt der Welt darstellt. Die Tänzer tragen einen schwarzen Umhang über dem weißen Gewand. Der Umhang symbolisiert das Grab und der Hut den Grabstein. Nach der Segnung durch den Sheikh und somit der Auferstehung aus dem Grab legen sie das Grabtuch ab und beginnen zum Klang der Ney sich zu drehen. Die rechte Handfläche zeigt nach oben um den Segen Gottes zu empfangen, die linke Handfläche zeigt nach unten um den Segen in dieser Welt zu verteilen.
Der Mevlevi-Dhikr wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
Weitere Termine:
SO 09.11. 17:00h Stadthofsaal, Uster
AYDIN TEKER: harS (Tanz)
DI 18.11. & DO 20.11. 20:30h Kaserne
Eine Tänzerin untersucht die Beziehung zwischen dem menschlichem Körper und einem vom Menschen erfundenen Instrument – der Harfe. Ayşe Orhon, Harfenistin und Tänzerin, erforscht die räumlichen und kinetischen Möglichkeiten des Instrumentes und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen: Körper und Gegenstand begegnen sich auf unbekanntem Terrain, verbinden sich scheinbar miteinander, bleiben aber doch deutlich autonom. Es entsteht ein Dialog von geometrischer Klarheit, Virtuosität und Kontrolle.
Aydın Teker ist eine Pionierin im Bereich des zeitgenössischen türkischen Tanzes. Sie begann ihre Karriere am Staatsballett in Ankara, tanzte und unterrichtete mehrere Jahre in den Vereinigten Staaten und gründete 1992 die Aydın Teker Dance Company in Istanbul. Koproduktion: Alkantara, Biennale Bonn, Baltoscandal Festival, Rotterdamse Schouwburg, KunstenFESTIVALdesarts, Culturescapes Koproduziert von NEXT STEP, mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Kommission. In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel. Publikumsgespräch zusammen mit Taldans am 20.11. nach der Doppelvorstellung.
Weiter Termine:
SO 16.11. 18:30h Rote Fabrik, Zürich
SA 22.11. 20:00h Theater Chur
SA 29.11. 20:00h Dampfzentrale, Bern
TALDANS: ‹GRAF› (Tanz)
DO 20.11. 19:30h Kaserne
In der Graphentheorie bezeichnet der Begriff «Graph» eine mathematische Struktur aus Knoten und Kanten. Beide Elemente spielen in diesem Stück für zwei Tänzer eine Rolle, sowohl in der Gestaltung des Bühnenraums, als auch imBewegungsvokabular von Filiz Sızanlı und Mustafa Kaplan. In der abstrakten Szenografie von Erki De Vries wird der Raum immer wieder durch Fäden und Knoten in neue Zellen zerteilt, in denen sich die beiden Körper orientieren und anpassen – auch gegen offensichtliche physische Widerstände. Teils solo, teils zu zweit gehen die Tänzer dem Phänomen nach, wie Spannung entlang der Körper und der geometrischen Linien geleitet wird.
Taldans ist heute eine der wegbereitenden freien Gruppen im zeitgenössischen Tanz. Mustafa Kaplan studierte Elektrotechnik und Telekommunikation, liess sich dann zum Tänzer ausbilden, gehörte der Modern Dance Company an und erarbeitete später eigene Choreographien. Filiz Sızanlı studierte Architektur, wandte sich nach ihrem Examen dem Tanz zu und arbeitete mit vielen Protagonisten des zeitgenössischen türkischen Tanzes.
In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel.
Publikumsgespräch zusammen mit Aydın Teker am 20.11. nach der Doppelvorstellung.
Weitere Termine:
DI 18.11. 20:30h L’Usine, Genf
DO 27.11. 20:00h, Dampfzentrale, Bern
Interdisziplinärer Workshop (Tanz/Workshop)
FR 21.11. 10:00–17:00h Kaserne
Für professionelle Tänzer/Choreographen, Künstler/Architekten und Studenten (in engl. Sprache) WHAT IS THE MODULATION FOR FACTORY, FOR BODY, FOR SOUND?
Taldans arbeitet mit den Workshop-Teilnehmern einen Tag gemeinsam über das Thema ihres neuen Stückes, in dem es um Systeme geht. Ausgehend von den Produktionsabläufen in einer Fabrik, kreiert Taldans ein Modulsystem, das Aktion, Körper und Stimme verbindet und ihre Unvollkommenheiten als Risse im System thematisiert.
Anmeldung: buero@kaserne-basel.ch
In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel und dem Tanzbüro IG Tanz.
BOXEO 14 „1001 Nacht“
Veranstalter: Boxclub Basel, Lesegesellschaft, Kaserne und Culturescapes
MI 03.12. 20:30h Lesegesellschaft Basel
Lesung: Andrea Bettini aus „Teestunden am Ring“ (von Güney Dal)
Als Einstimmung auf die Boxkämpfe liest Andrea Bettini aus dem Roman „Teestunden am Ring“ von Güney Dal. Es ist das Berlin der glanzvollen 20er Jahre. Inmitten von Künstlern und Bohemiens einer euphorisch bewegten Zeit begegnen wir dem Maler und Philosophen Sabri Mahir. Über Istanbul und Paris hat ihn sein Weg schließlich nach Berlin geführt, in die Stadt von Bertolt Brecht und Emil Jannings, Marlene Dietrich und Max Schmeling. Nebenbei arbeitet Sabri als Boxlehrer und eröffnet schon bald nach seiner Ankunft ein "Studio für Boxen und Leibeszucht". Dazu zeigt das Boxmuseum original Filmausschnitte aus dieser Zeit mit der passenden Musik.
SA 06.12. 20:30h Kaserne Basel
Moderation: Andrea „Primo“ Bettini
BOXEO 14 unternimmt eine Reise in "1001 Nacht" mit Boxkämpfen inmitten einer orientalischen Oase:
Bauchtänzerinnen, Feuerschlucker, Fakire und Flaschengeister lassen einem den Atem stocken. BoxerInnen aus der Schweiz und der Türkei müssen hingegen auf dem blauen Teppich im Ring ihre Entschlossenheit unter Beweis stellen. Die Kämpfe werden von Amateur- und Profikämpfern der Schweiz und der Türkei ausgetragen und von professionellen Ring- und Punktrichtern verfolgt und beurteilt. Mit dabei sind u.a. Blas-Miguel „el colorin“ Martinez und Sandra „the silence“ Brügger.
In den Pausen wird die kurdisch-deutsche Schauspielerin Berivan Kaya gemeinsam mit dem Klarinettisten Christan Kaya und dem Schlagzeuger Dim Schlichter die Zuschauer mit "Erotischen Geschichten aus 1001 Nacht" in ihren Bann ziehen.
"Erotischen Geschichten aus 1001 Nacht"
König Schahriar lässt aus Rache an den Frauen (er wurde von seiner Ehefrau betrogen) jeden Abend eine junge Frau auf sein Gemach kommen, schläft schläft mit ihr und lässt sie dann umbringen. Eines Abends betritt Schahrazade sein Gemach und erzählt ihm eine Geschichte. Die Kunst ihrer Erzählung besteht darin die Geschichte am Höhepunkt enden zu lassen und damit die Neugierde des Königs zu wecken, der sie am Leben lässt um den Fortgang der Geschichte zu erfahren.
Die Erzählungen von 1001 Nacht wurden aus dem Kampf ums Überleben geboren. Während im Boxring mit Fäusten um das Interesse der Zuschauer gekämpft wird, Schahrazade mit Worten um ihr Leben kämpft, betreten die Künstler den Ring und kämpfen mit Worten und Musik um die Gunst des Publikums. Die Mittel sich hier die Zuschauer zu erobern sind andere als in einem konventionellen Theaterraum, in dem das Publikum auf Zuhören eingestellt ist. Die musikalischen Themen reichen von Oriental über Tango bis Punk.
BOXEO wurde 2001 von Kulturschaffenden und Boxfreunden gemeinsam ins Leben gerufen. Bestehend aus einem «Kulturabend», gefolgt von einem «Boxabend», wird an beiden Anlässen ein vielseitiges Programm zu einem speziellen Thema geboten.








