Musik
Eröffnung (Musik)
SA 01.11. 19:00h Theater Basel
Doğuş Kindersinfonieorchester & Trio Nota Bene
Burhan Öçal & Istanbul Oriental Ensemble
DJ İpek
1. Grosse Bühne 19:00h
Das Doğuş Kindersinfonieorchester und das Schweizer Trio Nota Bene versuchen sich in dieser erstmaligen Zusammenarbeit an Beethovens Tripelkonzert. Dieses anspruchsvolle Werk ist selten zu hören, denn es verlangt ein Klaviertrio, das solistische Brillanz mit kammermusikalisch präzisem Spiel verbindet. Das Doğuş Kindersinfonieorchester wurde 2006 gegründet und vereint, unter der Leitung von Rengim Gökmen, Talente von 10 bis 16 Jahren aus elf türkischen Konservatorien. Die Musiker des Trios Nota Bene haben durch viele erfolgreiche Projekte und Konzerte auf sich aufmerksam gemacht. Zur Uraufführung gelangt das Auftragswerk von Julien Zufferey, dem Geiger des Trios.
2. Foyer ca. 21:00h
Der Perkussionist Burhan Öçal taucht mit dem Istanbul Oriental Ensemble, in neuer Besetzung mit jungen Roma-Musikern, in die facettenreiche Klangwelt des Istanbuler Basars Kapalı Çarşı ein.
3. Foyer ca. 23:00h
Die türkischstämmige Berlinerin DJ İpek İpekçioğlu bewegt weltweit ihr Publikum. Ihren Stil nennt sie ‹Eklektik BerlinIstan› und mischt musikalische Traditionen mit modernen Strömungen der Metropole Istanbul.
dazwischen:
Buffet im Foyer mit türkischen Spezialitäten: Meze und Rakı.
JAZZ VOM ORIENT BIS ZUM OKZIDENT – Integration von türkisch-kurdischen Einflüssen in der Jazzmusik (Musik/Workshop)
DI/MI 04./05./11./12.11. 20:30h LEVİN - MEDITERRANEAN SEXTET the bird’s eye jazz club
DI/MI 25./26.11. 20:30h ULAŞ NESİL – MELODIYA RUHEN ME the bird’s eye jazz club
Workshops für Schulklassen und Konzerte von Ulaş Nesil & Levin Değer (Studenten der Hochschule für Musik, Abteilung Jazz Basel) Der Kurde Ulaş Nesil, Sänger und Autodidakt auf anatolischen, mesopotamischen und orientalischen Instrumenten, und der türkischstämmige Levin Değer, dessen neuestes Album „Divan“ im April 2008 erschien, suchen Wege, ihre eigene traditionelle Musik in die westliche Improvisationsmusik zu integrieren. In den Workshops analysieren sie Unterschiede von orientalischer und westlicher Musik und setzen diese musikalisch um.
Workshops und Konzerte:
Levin Değer 04./05./11./12. November, Ulaş Nesil 24./25. November o. n. Absprache. Weitere Infos: www.birdseye.ch, the bird's
eye jazz club, Tel 061 263 33 41.
FAZIL SAY & ZÜRCHER KAMMERORCHESTER (Musik)
MI 05.11. 20:00h Martinskirche, Basel
Dirigent: Muhai Tang
Fazıl Say gilt als einer der herausragenden Musiker des 21. Jahrhunderts.
Obwohl in der Türkei aufgewachsen, liegen Fazıl Says musikalische Wurzeln bei den grossen Komponisten der westlichen Kultur. Als Pianist und Dirigent packt er das Publikum mit seiner Energie, seinem Feuer und einer einzigartigen Risikobereitschaft. Als einer der meist gespielten Komponisten seiner Generation verbindet er Klassik mit Jazz und türkisch folkloristischen Klängen. Selbst Mozarts oft gehörte Klavierkonzerte werden unter seinen Fingern zu einer neuen Entdeckung. (Barbara Pfister)
Weitere Termine:
DI 04.11. 19:30h Tonhalle, Zürich
SEMA – DERWISCHE AUS KONYA (Musik/Tanz)
DO 06.11. 20:00h & FR 07.11. 21:00h Offene Kirche Elisabethen, Basel
Das Staatsensemble für klassische türkische Musik (İstanbul Tarihi Türk Müziği Topluluğu) pflegt das Erbe der klassischen Sufi-Musik. Das Ensemble wurde 1991 mit der Unterstützung des Kulturministeriums der Türkei in Istanbul gegründet und steht unter der Leitung von Ömer Tuğrul İnançer. Während den Auftritten werden zu den Liedern des Dscherrahi-Ordens traditionelle Zeremonien der Drehenden Derwische des Mevlevi-Ordens aufgeführt.
Am Anfang eines «Tanzes» steht der Sheikh auf einem roten Fell, das den Mittelpunkt der Welt darstellt. Die Tänzer tragen einen schwarzen Umhang über dem weißen Gewand. Der Umhang symbolisiert das Grab und der Hut den Grabstein. Nach der Segnung durch den Sheikh und somit der Auferstehung aus dem Grab legen sie das Grabtuch ab und beginnen zum Klang der Ney sich zu drehen. Die rechte Handfläche zeigt nach oben um den Segen Gottes zu empfangen, die linke Handfläche zeigt nach unten um den Segen in dieser Welt zu verteilen.
Der Mevlevi-Dhikr wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
Weitere Termine:
SO 09.11. 17:00h Stadthofsaal, Uster
Sufi & Bach (Musik)
SA 08.11. 20:00h Goetheanum Dornach
Die Freitagsakademie & Sufi-Ensemble aus Konya
Dirigent: Howard Griffiths
Die Freitagsakademie (Bern) auf historischen Instrumenten
Das Konzert «Sufi/Bach» bietet eine einmalige Begegnung zwischen Orient und Okzident auf musikalischer Ebene: Sufische Gesänge und Derwischtänze sowie die Kantaten BWV 93 und 107 von J. S. Bach – dramaturgisch unterstützt von Texten zur christlichen und sufischen Mystik.
Historisch gemeinsam ist dem Islam und dem Christentum die Angst vor dem sinnlichen Genuss, den die Musik bewirkt und der sich so leicht über das Wort legt. Also verdammte der Hl. Hieronymus noch den Gesang als Werk des Teufels, konnte sich gegen den Hl. Ambrosius aber nicht durchsetzen, da die engelhafte Musik eben gerade ihrer sinnlichen Wirkung wegen als Mittel, das Unsagbare auszudrücken, in die Liturgie Eingang fand. Im Islam überlebte der sich der Musik verpflichtende Orden des Sufismus, der die Wirkung der Musik bis zur Trance/Ekstase bewusst als religiöse Praxis einsetzt, Lust und Genuss also mit einbezieht. Dazu gehört auch der berühmte Kreistanz der Derwische.
«Sufi/Bach» beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das in beiden Religionen idealisierte Wort in eine sinnliche Erfahrung überführt werden kann, und ob nicht auch die formal strenge Musik von Bachkantaten ekstatische Wirkung entfalten kann. Dazu werden die Texte sowohl des islamischen Philosophen Mevlana als auch der gespielten Bachkantaten näher vorgestellt. In der Gegenüberstellung beider Musikformen wird Gemeinsamkeiten und Gegensätzen des Islams und des Christentums nachgegangen und eine mögliche Verwandtschaft der mystischen Wirkung deren Musik aufgespürt – als Annäherung an das Göttliche in beiden Religionen.
TAKSİM TRİO (Musik)
SO 09.11. 20:00h Burghof Lörrach
Taksim, so heisst ein geschäftiger Platz im kreativen Istanbuler Szeneviertel Beyoğlu. Genauso zentral ist das Taksim Trio für die moderne türkische Musik. Die drei Instrumentalisten Hüsnü Şenlendirici (Klarinette), İsmail Tunçbilek (Bağlama) und Aytaç Doğan (Quanun) gehören zu den herausragenden Figuren der türkischen Szene. Sie kreieren betörende Sounds zwischen orientalischer Tradition, Jazz, Ambient und Avantgarde – klingende Arabesken!
Ob „Taksim" nun einen Knotenpunkt in Istanbul oder die Kunst der Improvisation beschreibt, hier treffen sich drei Koryphäen auf Klarinette, Baglama und Kanun und schaffen Musik zwischen Tradition und Avantgarde, Arabesken und Jazz. Hüsnü Şenlendirici, İsmail Tunçbilek und Aytaç Doğan sind drei der bekanntesten Instrumentalisten der Türkei, denen man die tiefe Verbundenheit mit ihren Instrumenten anhört. Die Musik von Taksim Trio schleicht sich mit einer unwiderstehlichen Gelassenheit in den Kopf des Hörers um dort nach und nach zu ihrer vollen Entfaltung zu gelangen.
Die Vertrautheit der drei engen Freunde offenbart sich in musikalischen Phrasen, die sie sich gegenseitig zuwerfen und manchmal in längeren Improvisationen umsetzen. İsmail Tunçbilek sagt: „Das Auf und Ab des Lebens, der Ärger, die Gefühle - all das findet sich hoffentlich in meinen Stücken. Sie entstehen, wenn wir zusammenspielen, und ich habe sie auch nie aufgeschrieben."
Hüsnü Şenlendirici (Klarinette, Duduk), İsmail Tunçbilek (akustische und elektrische Bağlama), Aytaç Doğan (Kanun)
Auf Langhalslaute, Trapezzither und Klarinette flochten die drei ein dichtes Netz aus Melodien, Themen und Rhythmen. Spielerisch, wie aus dem Nichts entstanden aus den zumeist von bekannten türkischen Musikern stammenden Themen Stücke von ungeheurer Dichte und Faszination.
Weitere Termine:
DI 11.11. 20:30h Moods, Zürich
SO 16.11. 20:30h bee-flat Bern
ARİF ERDEBİL (Musik/Workshop)
DI 11.11. 17:00h EBRU Vernissage Offene Kirche Elisabethen
MI 12.11. 20:00h Konzert Kleiner Saal, Musik-Akademie
DO 13.11. 20:00h Workshop Zi. 5-021, Musik-Akademie
Solokonzert und Workshop auf der Ney (türkische Rohrflöte)
Arif Erdebil studierte türkische Musik bei Akagündüz Kutbay in Istanbul. Er trat mit verschiedenen Meistern der türkischenMusik, u.a. mit Burhan Öçal in der Schweiz auf. Sein Instrument ist die Ney, eine Schilfrohrflöte, deren Geschichte bis weit indie Vergangenheit zurückreicht und die in der aktuellen Kunstmusik einen bedeutenden Platz eingenommen hat.
AYLİN AYKAN: Klavierrezital: „Türkische Komponisten im Spiegel der Zeiten“ (Musik)
DO 13.11. 20:00h Gare du Nord
Werke von İsmâîl Dede Efendi, Fâik Edhem Bey, Fatma Bint Nuri, Hasan Ferid Alnar, Cemal Reşit Rey, Ahmet Adnan Saygun, Hasan Uçarsu, Aylin Aykan
Aylin Aykan stammt aus einer Istanbuler Familie, ist aber in München geboren und aufgewachsen. Die Pianistin und Komponistin hat sich in den letzten Jahren besonders mit interkulturellen Projekten einen Namen gemacht. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Aylin Aykan in der Zusammenstellung von Programmen, die auf ebenso einleuchtende wie unterhaltsame Weise musikalische Verbindungen über kulturelle und zeitliche Grenzen hinweg hörbar machen.
Im Gare du Nord lädt sie zu einer Entdeckungsreise durch die vielfältige Komponisten-Landschaft der Türkei, fern aller gängigen „Alla Turca“- und Folklore-Klischees, ein.
Auf dem Programm stehen Klavierstücke früher Osmanischer Komponisten sowie Werke von Adnan Saygun, Cemal Reşit Rey, Ferid Alnar, Hasan Uçarsu und Aylin Aykan.
Die Besonderheiten der vorgestellten Werke beleuchtet Aylin Aykan mit kurzen persönlichen Erläuterungen.
ENSEMBLE PHOENIX BASEL mit NEVA ÖZGEN (Kemençe) & DİDEM DERMEN (Kanun) (Musik)
SA 15.11. 20:00h Gare du Nord (IGNM-Konzert)
Dirigent: Jürg Henneberger
Das Ensemble Phoenix Basel, eine Gruppe von bis zu 25 Musikerinnen und Musikern, setzt sich seit seiner Gründung 1998 gezielt für zeitgenössische Musik ein. Im In- und Ausland sucht das Ensemble die Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit renommierten, aber auch mit noch wenig bekannten KomponistInnen unserer Zeit.
Im Gare du Nord spielen die Musiker zusammen mit der Kemençe Spielerin Neva Özgen und Didem Dermen (auf dem Kanun). Die Komposition für Kanun und Ensemble ‹On the Back Streets of the Old Istanbul› von Hasan Uçarsu entstand 2001 als Auftragswerk im Rahmen von Yo-Yo Mas ‹Silk Road Projects›. Evrim Demirel, der zur Zeit sein Masterstudium in Komposition bei Theo Loevendi am Konservatorium von Amsterdam abschliesst, hat für diesen Abend das Auftragswerk ‹Darb-i dugah› für Kemençe, Kanun und Ensemble komponiert.
Programm:
Evrim Demirel: Neues Werk (UA) für Kemençe, Kanun und Ensemble
Hasan Uçarsu: "On the Back Streets of he Old Istanbul" (2001) für Klarinette, Schlagzeug, Harfe, Kanun und Violoncello – ca. 15'
Sadık Uğraş Durmuş: "Çengi" (2006) für Klarinette, Bassklarinette, Tuba, Schlagzeug, Viola, Violoncello und Kontrabass – ca. 8'
Balz Trümpy: "Gesang der Ferne" (1990) für Instrumentalensemble – 16’
I. Eingang und Kanon
II. Lied
III. Kanon und Ausgang
CAMERATA VARIABILE: Ruf der Ferne (Musik)
SO 16.11. 20:00h Gare du Nord
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Evrim Demirel, Emre Sihan, Ahmed Adnan Saygun, Peter Eötvös, Frangis Ali Sade, Helena Winkelman, Philipp Eichenwald
Im ersten Programm ist es die Sehnsucht nach dem Unbekannten, der Ruf der Ferne, der die Komponisten (Eötvös –Derwischtanz, Winkelman – Vertonung eines Rumi - Gedichtes) in ihren Bann zieht. Dass uns dabei der Nahe Osten zum Teil fremder erscheint als viel weiter entlegene Orte, macht ihn zu einem umso würdigeren Ziel eines kulturellen Austausches. Die grösste Herausforderung bei der Zusammenstellung dieses Programms war die Tatsache, dass die meisten türkischen Komponisten, die für ein westliches Instrumentarium schreiben, auch hauptsächlich Kompositionstechniken der westlichen Moderne verwenden, sodass unsere Suche nach dem unverwechselbaren Klang oder der speziellen Intonation dieser Landstriche oft im Sande verlief. Die nun ausgewählten Werke verfügen jedoch über diese von uns gesuchten Qualitäten.
Neben der Aufführung von Werken türkischer Komponisten wie Demirel und Saygun oder der Aserbajdschanischen Komponistin Frangis Ali - Sade dürften weitere Höhepunkte des Konzertes sicher die Uraufführung eines Werkes des jungen türkischen Komponisten Emre Sihan sowie die Schweizer Erstaufführung einer Rumi -Vertonung für Streichquartett und Flöte von Helena Winkelman sein. Eine selten zu hörende Komposition ist sicherlich Mozarts Adagio und Rondo mit Glasharmonika. Deren sublimer Klang spielt auch bei dem letzten, schon fast in die Ferne des Jenseits weisenden Werk „Epilog“ des Schweizers Eichenwald eine tragende Rolle.
ERKAN OĞUR - TELVİN (Musik)
FR 21.11. & SA 22.11. jeweils 20:30h & 21:45h the bird’s eye jazz club
„Telvin“ bedeutet Färbung – ein Wechsel von Farben, ein Stimmungswechsel. Im Falle des türkischen Star-Gitarristen Erkan Oğurs kann man auch von einem Gitarrenwechsel sprechen, denn er wechselt innerhalb dieser variablen musikalischen Konstellation oft zwischen akustischer Gitarre, türkischer Kopuz (Langhalslaute) und E-Gitarrre hin und her. Der Begriff „Telvin“ fasst somit die Musik dieses Ensembles außerordentlich gut zusammen. Er ist aber ebenso eine passende Beschreibung des Jazz. Auch bei Telvin wird Improvisation groß geschrieben. Davon zeugt die technisch versierte und hoch-kreative Besetzung: Turgut Alp Bekoğlu am Schlagzeug, Evrim Demirel an den Keyboards und İlkin Deniz an Kontrabass und E-Bass. Erkan Oğur selbst – ein Meister verschiedener Stile, der sich gerne als jemand beschreibt, der auf der Suche nach Musik ist – treibt das Experiment voran, verschiedene Genres aus verschiedenen Teilen der Welt mit traditioneller türkischer Musik zu vereinen. Die daraus entstehenden Kompositionen sind mal seicht, mal temporeich, doch immer fesselnd und innovativ. Entlang virtuoser Improvisationen, mit zahlreichen Farben- und Stimmungswechseln, fließt Telvin zu etwas Einzigartigem zusammen.
Weiter Termine:
DI 18.11. 20:30h Moods, Zürich
SO 23.11. 20:00h Theater Chur
MERCAN DEDE & STIMMHORN (Musik)
DO 27.11. 20:00h Kaserne
Das Schweizer Duo Stimmhorn, auch als Grenzgänger der helvetischen Klangtopographie bekannt, besteht aus Christian Zehnder und Balthasar Streiff. Ein Blick auf ihr individuelles instrumentalisches Repertoire reicht um zu verstehen, dass diese Paarung nur schwer einem gängigen Genre zugeteilt werden kann. Zehnder ist die Stimme, Streiff ist das Horn. Zehnder ist Voice, Obertongesang, Jodel, Wippkordeon, Orgelpfeifen, Laudola, Bandurria. Streiff ist Alphorn, Doppelalphorn, Alpofon, Büchel, Cornet, Barocktrompete, Tuba, Zink, Ziegenhorn und – man mag es kaum glauben – ebenfalls Stimme. Bezeichnet man das klanghafte Resultat als bizarr, so ist dies durchaus positiv gemeint. Stimmhorn macht anspruchsvolle Musik mit Aha-Effekt.
„Dies komische, übermütige, aber auch geheimnisvolle, bedrohliche Gekling kommentiert der Stimmakrobat Zehnder. ein göttlicher Clown zwischen Verzweiflung und Seligkeit, mit seinen atemberaubenden Kehlkopfklängen. Die beiden begnadeten Musiker schicken uns, vollkommen gelöst, auf eine Gefühlsreise über lichte Gipfel der Lust, dämmrige Plateaus der Meditation, funkelnde Klippen der Komik und Ironie bis in finstere abgründe und Wahn, Angst, Schmerzen. Das ist geistvollstes musikalisches Kammerspiel. bezaubernd, betören, rein, schön und wahr. Staunendmachend…“ (Reinhard Wengierek, Die Welt)
Beim diesjährigen Culturescapes Türkei, treffen Stimme und Horn auf Plattenteller und Ney-Flöte. Mercan Dede ist ein Reisender. Als Musiker, Produzent und DJ pendelt er zwischen seiner Wahlheimat Montreal und seinen Wurzeln am Bosporus, zwischen modernen elektronischen Soundgewölben und mystischer Sufi-Spiritualität. Mercan Dede konzipiert eine universelle Sprache, handgefertigt, in einer geheimnisvollen, magischen Verflechtung von digitalen und menschlichen Klängen. Seine Musik vereint Entspannung und Konzentration in konstanter Vorwärtsbewegung. Auf diesem Wege ist Mercan Dede zu einer Symbolfigur für die kulturelle Öffnung der Türkei geworden.
Die Kombination Mercan Dede und Stimmhorn verspricht vor allem eins zu sein: geistreich.
Weiter Termine:
FR 28.11. 20:00h Theater Chur
SA 29.11. 20:30h Theater Chiasso
SO 30.11. 20:30h Dampfzentrale, Bern
DI 02.12. 20:00h Rote Fabrik, Zürich
MI 03.12. 20:30h BFM Genf
DO 04.12. 20:00h Südpol Luzern
Önder Focan - Swing a la turc (Musik)
FR 28.11. 16h Museum Tinguely
FR 28. & SA 29.11. jew. 20:30h & 21:45h the bird’s eye jazz club
Önder Focan verweist in seinem „Swing a la Turc Project“ auf die genreüberschreitenden Möglichkeiten und Ursprünge des Jazz. In experimentier- und improvisierfreudiger Besetzung werden Melodien aus der traditionellen türkischen Musik zu Swing, Funk oder Latin Grooves harmonisiert. Begleitet wird dieses ausdrucksvolle Spektrum vom unverkennbaren Klang der Ney-flöte von Volkan Yılmaz gespielt, der schon u.a. mit Altmeister Erkan Oğur musiziert hat. Mit von der Partie ist auch Erkan Akyol, einer der gefragtesten Kontrabassisten der türkischen Jazz-Szene, der zudem in der klassischen Musik national und international tätig ist. Nicht minder wichtig in der Türkei, aber auch international erfahren, ist der junge Schlagzeuger Ediz Hafızoğlu. Das Projekt wurde initiiert und wird vervollständigt durch das warme und innovative Gitarrenspiel von Önder Focan. Trotz und gerade wegen all der verschiedenen Einflüsse, die in dieser Musik ihren Ausdruck finden, ist und lautet das notwendige Fazit: Das ist Jazz!
HIP HOP – WORKSHOP MIT MAKALE „MUNDART VERSUS TÜRKISCH“ (Musik/Workshop)
MO 01.12. – MI 4.12. 18-20h Kaserne
Gegenstand des Workshops ist es, ein Hip-Hop-Stück zu kreieren. Die türkische Sprache und schweizerische Mundart werden verwendet, um zu zeigen, wie Basler Jugendliche türkischer Herkunft sowohl die Sprache ihrer Ursprungskultur als auch die Sprache ihres Wohnortes (Basler Mundart) benutzen, um ihren Alltag zu beschreiben und zu bewältigen. Die Kultur des Hip-Hop ist oft unter jungendlichen Ausländern und Kindern der zweiten Generation anzutreffen. Hip-Hop erlaubt es ihnen, ihre Situation, ihre Fragen und ihre Kreativität auszudrücken. Die Sprache (Mcing) wird in Reimen gestaltet und ist ein zentrales Element des Hip-Hop, das eine der vier Disziplinen dieser Kultur repräsentiert. Andere Disziplinen sind der Tanz (break), die Grafik (u. a. Graffiti) und die Musik (DJ). Den Höhepunkt des Workshops bildet der Auftritt der jungen MCs mit ihren eigenen Lyrics beim Konzert von Makale.
4 HipHop Workshops (Text, MCing) von je 2 Stunden in der Kaserne
Konzert: MAKALE & FRIENDS (Musik)
SA 05.12. 21:00h Kaserne















